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Süddeutsche Einzelmeisterschaft der Damen U15

 

Zum zweiten mal konnte sich Franziska Massur für diese Meisterschaft qualifizieren. Die betreuenden Trainer der Gewichtsklasse -40 kg in diesem Jahrgang sind sich einig - "Diese Klasse ist ein Haifischbecken." Eine enorme Leistungsdichte und sehr viele hochwertige Turniere direkt hintereinander machen diese Wettkampfsaison extrem spannend.

Trainer Thomas Lorenz machte sich mit seiner Tochter und Athletin Franzi  auf den Weg nach Pforzheim. Die Vorbereitungswoche war für das Mädel extrem hart, da wohl ein erneuter Wachstumsschub dafür sorgt, dass sie gerade so am Gewicht dranbleibt. Mit 40,7 kg ging es Mittwoch noch ins Training. Man musste also in doppelter Hinsicht schwitzen.

Dann angekommen machte man sich gleich zur Auslosung und die Zeichen standen auf den ersten Blick sehr gut. Ein Erreichen des Halbfinales wäre möglich gewesen. Aber eben nur dann, wenn der Kopf auch mitmacht. Leider verlor Franzi den Eröffnungskampf, weil sie statt wie gewohnt den Gegner zu dominieren, nur nachlief und sich dann in den Haltegriff drücken lässt.

Man ließ sich aber nicht entmutigen und startete neu in der Trostrunde. Dort konnte sie die Gegnerin eindeutig besiegen. So machte man sich Hoffnung, dass aufgrund er Auslosungen und der in der Hauptrunde ausgeschiedenen Kämpferinnen, zumindest das kleine Finale noch möglich ist. Dann kam ein Kampf, den der Trainer lieber vergessen möchte. Franziska startete gut. In der Kumi kata (Griffkampf) die Oberhand. In der Bewegung die führende und durch einen guten und schnellen Ansatz auch mit einem Waza ari führend sollte nichts mehr schief gehen. Die Anweisungen waren klar: "Kein Risiko mehr gehen, die Zeit läuft für Dich." Doch entgegen dieser Ansage ließ Franzi die Gegnerin stärker werden. Immer wieder kam von außen die Ansage, ruhig und rückwärts mit Kopf zu kämpfen. Doch das wurde ignoriert und Franzi drehte sich schlampig ein, dachte die Gegnerin nach dem Konterversuch übernehmen zu können und legte sich selber auf den Rücken. In diesem Kampf hat sie zwar jemanden besiegt, aber sich selber.

Damit wurde es ein enttäuschender 9. Platz. Da wäre mehr drin gewesen.

Somit muss sie nun ein weiteres Jahr warten und alle Turniere dieser Serie erneut kämpfen, um die Chance zu haben, auf dem höchsten Turnier der U15 um eine Platzierung zu kämpfen. Schade, da definitiv mehr drin gewesen wäre. Vorallem weil Bayern dieses Turnier bei den Mädels erneut dominiert hat. Fazit des Trainers und Papas: "Ich bin enttäuscht, dass man so scheitert, weil es im Kopf derzeit nicht stimmt. Das ist für alle Kämpfer ein wichtiger Faktor. Wenn ich da mitmischen will, muss ich Gas geben. Aber das weiß sie selber auch."

 
 
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